Auf der Suche nach Abkühlung? Warum nicht in Verbindung mit einer Wanderung! Im Höllental zwischen Rax und Schneeberg lassen sich Wandern und Schwimmen kombinieren – perfekt für einen Ausflug an einem warmen Sommertag.

Entlang des Gebirgsflusses Schwarza verläuft der 1. Wiener Wasserleitungsweg. Auf der beeindruckenden Wanderung durch das felsige Höllental erwarten euch zahlreiche Aussichten auf den glasklaren Fluss und die umliegende Bergkulisse. Wem das Anschauen des Panoramas nicht genug ist, der kann sich an einer der vielen Naturbadestellen in der Schwarza abkühlen.


Eckdaten

  • Ausgangpunkt: Hirschwang an der Rax
  • Ziel: Kaiserbrunn
  • Strecke: rund 4 km in eine Richtung
  • Dauer: ca. 1,5 Stunden

Für die Wanderung solltet ihr festes Schuhwerk anziehen (gute Turnschuhe reichen vollkommen). Wenn ihr in der Schwarza auch baden gehen wollt, dann nehmt am besten auch Folgendes mit:

Eine der vielen Naturbadestellen im Höllental

Anfahrt

Anfahrt mit dem Auto

Wir sind mit dem Auto ins Höllental gefahren. Von Wien aus dauert die Fahrt rund eine Stunde. Nachdem ihr Payerbach an der Rax durchquert habt, kommt ihr nach Hirschwang, wo ihr am Parkplatz 5 der Rax Seilbahn kostenlos parken könnt. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zum Beginn der Wanderung.

Sollte der Parkplatz bereits voll sein, könnt ihr natürlich auch einen der anderen Parkplätze der Rax Seilbahn nutzen.

Anfahrt mit Zug und Bus

Öffentlich könnt ihr mit dem Zug bis nach Payerbach an der Rax fahren. Von dort müsst ihr den Bus 341 bis Hirschwang an der Rax (Station: Hirschwang an der Rax Fabrik oder Rax Seilbahn) nehmen.

Tipp: Denselben Bus könnt ihr übrigens auch nehmen, wenn ihr die Höllental Wanderung nur in eine Richtung gehen wollt. Von Kaiserbrunn könnt ihr dann nach Hirschwang zurückfahren. Hier solltet ihr aber den Fahrplan unbedingt vorher zu überprüfen.


Im Höllental wandern

Höllental Wanderung

Vom Parkplatz 5 der Rax Seilbahn sind es rund 200 Meter bis zum Einstieg der Höllental Wanderung. Einmal die Straßenseite queren, über die Brücke und schon geht es los. Die Wanderung ist gut beschildert mit blauen Tafeln, auf denen "1. Wiener Wasserleitungsweg" steht.

Gleich am Anfang kommt ein steiler Aufstieg, wo es über Wurzeln den Hang hinauf geht. Danach geht es ein gutes Stück eben dahin. Der Weg ist meist angenehm schattig. Immer wieder geht es bergauf und bergab, durch den Wald entlang der Schwarza. Es ergeben sich unzählige beeindruckende Ausblicke auf Fluss, Steilwände, Berge und die Kiesbänke, auf denen hie und da Sonnenanbeter zu sehen sind.

Tipp: Wir haben die Wanderung unter der Woche im Sommer gemacht. Es war zwar nicht so viel los wie vermutlich an einem Wochenende, aber dennoch hat es sich gelohnt früh zu starten, um die schönen Naturbadeplätze voll auskosten zu können.

Nach rund der Hälfte der einfachen Strecke kommt man zu einer Metalltreppe, wo es an einer schroffen Felswand nach oben geht. Etwas später überqueren wir eine Holzbrücke, die einen tollen Blick auf die idyllische Landschaft bietet.

Am Ende der Wanderung erwartet euch Kaiserbrunn, wo ihr im Gasthof einkehren könnt und das Wasserleitungsmuseum besuchen könnt.

Wir sind nach kurzer Rast wieder umgekehrt und haben uns auf den Rückweg durch das wunderschöne Tal gemacht. Denn wir konnten einfach nicht genug vom klaren Wasser der Schwarza bekommen, das immer wieder blau-grün zwischen den Buchen und Föhren hervorschimmert.

Tipp: Solltet ihr die Wanderung mit Kindern machen wollen, dann nehmt eine Trage mit, falls die Kinder noch nicht selbst laufen können. Der Höllental Wanderweg ist nämlich nicht für Kinderwägen geeignet.

Auf der gesamten Wanderung quert ihr zwei Mal die Bundesstraße, die neben dem Fluss entlang führt. Das kann manschmal etwas laut sein, aber die Schönheit der Nautr überwiegt auf der Wanderung trotzdem.

Warum 1. Wiener Wasserleitungsweg?

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, warum die Wanderung auch 1. Wiener Wasserleitungsweg heißt. Der Name selbst verrät im Grunde schon alles: Der Wanderweg führt entlang der ersten Wiener Hochquellenwasserleitung. Noch heute kommt das Wasser für die Bundeshauptstadt aus dem Höllental und seinen Seitentälern. Mehr dazu könnt ihr im Wasserleitungsmuseum in Kaiserbrunn erfahren.

Was macht das Höllental so besonders?

Das Höllental ist einer der schönsten Orte in Niederösterreich. Es war vor ein paar Jahren sogar unter den drei niederösterreichischen Bewerbern für die beliebte ORF-Sendung "9 Plätze - 9 Schätze" und hätte den Siegertitel, wie ich finde, absolut verdient.

Für mich ist das Besondere an der Wanderung im Höllental neben der einzigartigen Landschaft die Kombination aus Wandern und Schwimmen.

Das Höllental hat mich nämlich ein bisschen an unsere Reise in den Oman erinnert, wo wir durch Wadis (das sind Flussläufe) gewandert und geschwommen sind, was für mich damals etwas ganz besonderes war. Ich habe mich riesig gefreut das nun auch in Niederösterreich machen zu können – auch wenn das Wasser der Schwarza mit 15°C Wassertemperatur schon um einiges kälter ist als ein Wadi im Oman.

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Im Höllental baden

Naturbaden in der Schwarza

Ein Highlight der Wanderung entlang des 1. Wiener Wasserleitungswegs sind die vielen Badestellen. Es gibt viele Kiesbänke am Fluss, die zum Baden und Verweilen einladen.

Für alle, die sich abkühlen wollen, ist die Schwarza genau das Richtige. Der Gebirgsfluss ist nämlich stattliche 15°C kalt. Die Strömung ist einmal schwächer und einmal stärker. Manchmal wirkt sie auch wie eine Gegenstromanlage. An den Ufer ist der Fluss meist seicht und man kann gut hineingehen. Dennoch bietet die Schwarza einige tiefe Stellen, an denen man gut schwimmen kann.

Auch an Land lässt es sich gut aushalten. Die Halbinseln aus Kies bieten Sonne und Schatten und man kann dem Geplätscher des Flusses lauschen während man die wunderschöne Naturkulisse bestaunt.

Wir waren während unserer Wanderung insgesamt zwei Mal baden. Am Hinweg sind wir einen Trempelpfad den Hang hinunter zu einer Kiesbank gegangen. Diesen atemberaubenden Naturbadeplatz hatten wir ganz für uns alleine. Nur das Plätschern des Wassers und wir.

Am Rückweg sind wir zu einer anderen Badestelle hinuntergestiegen, die wie eine Halbinsel in den Fluss ragt und von der aus sich eine steile Felswand aus dem blau-grünen Fluss auftürmt.

Tipp: Wenn ihr nur zum Baden an die Schwarza kommen wollt, könnt ihr auch eine der zahlreichen Parkmöglichkeiten entlang der Bundesstraße nutzen und von dort zum Fluss hinuntersteigen.

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Kanu und Kajak fahren auf der Schwarza

Beim Rückweg sind wir 500 Meter vom Wasserwerk entfernt auf einen Kajak-Anbieter gestoßen. Leider hatten wir unsere wasserdichte Tasche nicht dabei, denn ich hätte mich sehr auf eine abenteuerliche Bootsfahrt die Schwarza flussabwärts gefreut.

Ein Kajak bzw. Kanu kostet rund 30 Euro für einen halben Tag. Wenn ihr nicht alleine mit dem Kajak unterwegs sein wollt, könnt ihr übrigens auch an einer geführten Tour teilnehmen.

Für mich steht die Kajakfahrt bei meinem nächsten Besuch im Höllental auf jeden Fall auf der To Do List!

Tipp: Wenn ihr ein eigenes Schlauchboot besitzt, könnt ihr dieses natürlich auch mitnehmen und entlang der Schwarza an einer der zahlreichen schönen Badestellen Halt machen.


Unser Fazit zum 1. Wiener Wasserleitungsweg

Wandern im Höllental ist ein besonderes Erlebnis. Der 1. Wiener Wasserleitungsweg ist abwechslungsreich und führt durch eine eindrucksvolle Naturkulisse.

Das klare, blau-grüne Wasser der Schwarza ist nicht nur schön anzusehen, sondern garantiert auch Abkühlung. Die zahlreichen Naturbadeplätze sind ein wahres Paradies für Schwimm-Freunde und Sonnenbader. Auch wenn der Weg entlang der Bundesstraße geht, so stört die Straße bei der Wanderung kaum.

Uns hat der 1. Wiener Wasserleitungsweg im Höllental sehr gut gefallen und wir werden definitiv bald wieder kommen.

Ich hoffe ich habe euch mit meinem Beitrag Lust aufs Wandern im Höllental gemacht und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir von eurem Abenteuer an der Schwarza berichtet.


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